Zwei Laser in einem System: Flexible Glasbearbeitung mit der LiSEC LSP-A

Sarah Hummelsberger on 14.07.26 08:51
Sarah Hummelsberger

Wie lassen sich Glasoberflächen gestalten und zugleich funktionale Beschichtungen präzise bearbeiten – ohne zusätzliche Materialien? Die LSP-A kombiniert zwei Laserprozesse in einer Anlage und eröffnet neue Möglichkeiten von Vogelschutz bis Hightech-Verglasung.

Wie funktioniert die Kombination aus Gravieren und Entschichten?

Die LSP-A vereint zwei unterschiedliche Laserstrahlquellen in einem System und schafft damit eine flexible Lösung für die Glasbearbeitung.

Der Ansatz: Oberflächenstrukturierung und selektives Entfernen von Beschichtungen erfolgen in einem durchgängigen Prozess – ohne Additive oder Verbrauchsmaterialien.

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CO₂-Laser für Struktur und Sichtbarkeit

Der erste Prozess basiert auf einem CO₂-Laser, der direkt auf die Glasoberfläche wirkt. Durch minimalen Materialabtrag entstehen je nach Einstellung matte oder gravierte Strukturen mit klar erkennbaren Kontrasten.

Typische Anwendungen:

  • Vogelschutzglas: Punktförmige Strukturen im definierten Raster machen Glasflächen für Vögel sichtbar und reduzieren Kollisionen

  • Dekoratives Glas: Logos, Schriftzüge oder Motive lassen sich direkt ins Glas einbringen

  • Rutschhemmende Oberflächen: Dichte Strukturen ermöglichen geprüfte Rutschhemmung (z. B. R9 und R10)

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NIR-Laser für präzises Entfernen von Beschichtungen

WAS ZEICHNET DIE LSP-A IM EINSATZ AUS?

Die zweite Laserquelle – ein Nahinfrarot-Laser (NIR) – dient dem selektiven Entfernen funktionaler Beschichtungen, ohne das Glas selbst zu beeinflussen.
Das eröffnet Möglichkeiten, die mit mechanischen Verfahren nur schwer realisierbar sind:

  • Feinste Strukturen: Gitter mit wenigen 20 µm Breite

  • Funktionserhalt: Da nur ein kleiner Teil der Beschichtung entfernt wird, bleibt deren Wirkung bestehen

Neue Anwendungen:

  • Durchlässigkeit für Mobilfunkstrahlung

  • Vorbereitung für Heizgläser

  • Präzise Spiegelentschichtung ohne Mattierung des Glases

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IMG_8755_webWAS ZEICHNET DIE LSP-A IM EINSATZ AUS?

Ein wesentlicher Vorteil liegt in der Kombination beider Prozesse in einem System – ergänzt durch hohe Effizienz und Flexibilität.

 

Highlights im Überblick:

  • Kombination aus Gravieren und Entschichten in einer Anlage

  • Bearbeitung ohne Additive oder Verbrauchsmaterialien

  • Hohe Produktivität, z. B. bis zu 55–60 m²/h bei Vogelschutzglas

  • Zwei simultan arbeitende CO₂-Laser für parallele Bearbeitung

  • Flexible Integration – vor oder nach dem Härten möglich

  • Einsatz als Einzelmaschine oder vollautomatisch in Linien (z. B. als Bypass)

  • Laserschutzklasse 1 – keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen erforderlich

  • Energieeffiziente Auslegung

     

Durch diese Eigenschaften lässt sich die LSP-A in unterschiedlichen Produktionsumgebungen einsetzen – vom Fassadenbau bis zu Interieur-Anwendungen wie Designglas oder funktionalen Spiegeln.

 

Verfügbarkeit und weitere Informationen

Vom 20.–23. Oktober 2026 können Sie die LSP-A live auf dem LiSEC Stand, Halle 17 / A64 in Düsseldorf sehen. 

Die LSP-A ist flexibel in bestehende Produktionslinien integrierbar oder als Stand-alone-Lösung einsetzbar.
Weitere Informationen sowie persönliche Beratung: 👉 https://www.lisec.com/de/ueber-lisec/kontakt

 

Fazit 

Die Kombination aus zwei Laserprozessen in einer Anlage erweitert die Möglichkeiten der Glasbearbeitung deutlich. Die LSP-A ermöglicht sowohl funktionale als auch gestalterische Anwendungen – effizient, flexibel und ohne zusätzliche Materialien.

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