FSA-A: Präzision, Effizienz und einfache Handhabung flexibler Spacer

Sarah Hummelsberger on 30.06.26 07:49
Sarah Hummelsberger

Die Verarbeitung von flexiblem Spacer-Material erfordert höchste Präzision. Das Material wird von der Rolle zugeführt und muss entlang des gesamten Prozesses exakt geführt, gestanzt und appliziert werden. In der Praxis zeigten sich dabei mehrere Herausforderungen: ungenaue Applikation, schwankende Butylaufträge, aufwendige Umrüstungen sowie begrenzte Flexibilität bei unterschiedlichen Spacer-Typen. Die Lösung? Die neue FSA-A von LiSEC.

Wann spielt flexibler Spacer seine Stärken aus?

Flexible Spacer sind insbesondere dort interessant, wo neben Funktion auch Design und Stabilität eine Rolle spielen:

  • Große Fassadenelemente
  • Anwendungen mit hohen optischen Anforderungen
  • Konstruktionen mit erhöhter Eigenstabilität

Durch die präzise Verarbeitung mit der FSA-A lassen sich diese Vorteile nun deutlich einfacher und prozesssicher realisieren. Ziel war es, bestehende Herausforderungen konsequent aufzugreifen und eine Anlage zu schaffen, die sowohl technisch als auch im täglichen Betrieb überzeugt. Dabei wurde nicht nur an einzelnen Stellschrauben gedreht, sondern nahezu alle relevanten Baugruppen überarbeitet.

 

Zentrale Verbesserungen im Überblick

1. PRÄZISER BUTYLAUFTRAG

Statt wie bisher über Drucksysteme zu arbeiten, erfolgt die Dosierung nun über eine Zahnradpumpe. Dadurch lässt sich der Butylauftrag exakt volumetrisch steuern. Das Ergebnis ist ein gleichmäßiger, sauberer Auftrag, der nicht nur die Gasdichtheit verbessert, sondern auch Verschmutzungen innerhalb der Maschine reduziert. Gleichzeitig sorgt das präzise Start- und Stoppverhalten dafür, dass der Auftrag optisch deutlich homogener erscheint.

2. OPTIMIERTE STANZQUALITÄT

Die Qualität der Stanzung spielt eine entscheidende Rolle, insbesondere an den Ecken. Hier zeigt sich, ob ein Element am Ende sauber und hochwertig wirkt oder nicht. Durch die Verbesserungen in der Stanztechnologie entstehen klar definierte Geometrien, die sich sowohl technisch als auch optisch positiv auswirken – insbesondere bei anspruchsvollen Anwendungen im Fassadenbereich.

3. Stabiler und präziser Materialtransport

Neben der eigentlichen Bearbeitung wurde auch der Materialfluss innerhalb der Anlage neu gestaltet. Der Transport des flexiblen Spacers zu Applikation erfolgt nun über einen Raupenvorschub, der das Material vollflächig führt. Dadurch wird der Spacer stabiler bewegt und lässt sich deutlich präziser positionieren. In Kombination mit integrierten Längenausgleichen wird sichergestellt, dass auch bei dynamischen Prozessen und hohen Taktzeiten eine gleichbleibend hohe Qualität erreicht wird.

Spacervorschub inkl Längenausgleich Längenausgleich vor Applizierkopf
 Spacervorschub inkl. Längenausgleich   Längenausgleich vor Applizierkopf  
3. Deutlich vereinfachte Umrüstung

Das neue, modulare Materialmagazin ermöglicht die einfache Erweiterung auf mehrere Spacer-Typen und stellt gleichzeitig sicher, dass das Material unter optimalen klimatischen Bedingungen gelagert wird. Dadurch bleibt die Qualität konstant und die Anlage kann an unterschiedliche Produktionsanforderungen angepasst werden.

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5. Effiziente Produktion durch Doppelspur

Ein besonderer Vorteil bleibt die Zwei-Spur-Technologie, die insbesondere bei komplexeren Glasaufbauten ihre Stärke ausspielt. Unterschiedliche Spacer-Geometrien können ohne Unterbrechung verarbeitet werden, was vor allem bei Dreifachverglasungen mit variierenden Abständen relevant ist. Der Prozess bleibt durchgängig effizient, ohne dass Zeit durch Umrüstungen verloren geht.

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6. Intelligente Prozessüberwachung

Schutzfolien und Stanzreste werden zentral erfasst und automatisch abgeführt, während gleichzeitig überwacht wird, ob Prozesse wie die Folienabnahme korrekt laufen. Das sorgt für mehr Transparenz und verhindert typische Störungen, die im laufenden Betrieb auftreten können.

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Schutzfilmabsaugvorrichtung  Absaugvorrichtung  
7. Wartung und Zugänglichkeit

Die FSA-A wurde so konstruiert, dass zentrale Baugruppen deutlich leichter erreichbar sind als bei bisherigen Generationen. Besonders die Butyliereinheit lässt sich vollständig aufklappen, wodurch Reinigungs- und Servicearbeiten schnell und ohne umständliches Hantieren durchgeführt werden können. Das reduziert nicht nur den Zeitaufwand für Wartungsarbeiten, sondern minimiert auch Stillstände im laufenden Betrieb. 

 

Verfügbarkeit & weitere Informationen

Die FSA-A ist bereits verfügbar und in ersten Anwendungen erfolgreich im Einsatz. Die Anlage hat sich dabei schnell im realen Produktionsumfeld bewährt und wird bereits für laufende Aufträge genutzt. Weitere Informationen sowie Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier. 

Fazit

Die FSA-A zeigt, wie sich die Verarbeitung von flexiblem Spacer durch konsequente Weiterentwicklung deutlich vereinfachen und verbessern lässt. Präzision, Stabilität und Bedienbarkeit greifen ineinander und ermöglichen einen Prozess, der sowohl technisch als auch im Alltag überzeugt.

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