Vorteile vertikaler Systeme beim Glaskanten Schleifen

Stöffelbauer Christoph on 31.03.22 08:49
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Stöffelbauer Christoph

Das Schleifen von Glaskanten ist nach dem Säumen ein weiterer wichtiger Arbeitsschritt in der Glaskantenbearbeitung. Er dient vor allem dazu, Über- und Unterbrüche an den Kanten zu entfernen und die Glasscheiben auf Maß zu bearbeiten. Zu diesem Zweck wird eine entsprechende Schleifzugabe durch die Kantenbearbeitung abgetragen und so das Glas auf das finale Maß geschliffen (maßgeschliffene Kante KMG). Durch diesen Prozess wird darüber hinaus auch die Kantenfestigkeit erhöht, was Spontanbrüche signifikant reduziert. Gläser mit geschliffener Kante weisen eine deutlich höhere Festigkeit gegen mechanische Kräfte wie Windlasten oder Wärmebelastungen auf. Nach dem Schleifen sind die Kantenoberflächen schleifmatt und können mitunter auch als Sichtkanten eingesetzt werden. Bei einem Schliff der kompletten Kantenfläche spricht man von einer feinjustierten Kante (KGN). 

Flachgläser mit geschliffenen Kanten kommen vor allem für Fassaden- und Dachkonstruktionen in der Außenarchitektur zum Einsatz. Darüber hinaus werden sie aber auch für Photovoltaikanlagen bzw. in der Automobilindustrie sowie als innenarchitektonische Raumelemente eingesetzt. 

beitragsbil3-allgemein-beitrag3-edge-grinding-glass-edge-processing-lisecEine geschnittene Kante im Vergleich zu einer geschliffenen Kante

 

Vertikale Glaskanten-Schleifanlage KSD-A mit patentierter LiSEC LiTEC-slider-Werkzeugtechnologie


Im Gegensatz zu den meisten anderen Herstellern von Glasbearbeitungsmaschinen setzt LiSEC auch beim Glaskantenschleifen auf eine vertikale Ausrichtung der Anlagen. Und das aus gleich mehreren Gründen: Zu den zahlreichen Vorteilen dieser Glaskantenbearbeitungsanlagen zählen unter anderem eine deutlich schnellere Prozessabwicklung, maximale Flexibilität bereits ab Losgröße 1 sowie die Verarbeitung von Sonderformen. Außerdem ist die KSD-A aktuell nicht nur die schnellste vertikale Säum- und Schleifmaschine mit Umfangsscheiben für die Bearbeitung von Glaskanten, sie liefert auch zuverlässig beste, qualitativ hochwertige Ergebnisse dank der neu entwickelten Umfangschleifscheiben der LiTEC slider Serie.

 

Zudem ist das vertikale Verfahren beim Schleifen von beschichtetem Isolierglas weitaus überlegen, denn sensible Beschichtung an der Vorderseite des Glases werden dank der patentierten berührungslosen LiSEC Wasserkissenführung nicht berührt. Dies schützt vor Kratzern und stellt eine schnelle, prozesssichere Produktion. Das integrierte Wasserkissen kann aber noch mehr. Es sorgt für einen sehr hochwertigen Schliff ohne weiße Schlieren, da es Vibrationen im Schleifprozess dämpft und die Standzeit der Schleifscheibe erhöht. Weiters können auch zahlreiche Sonderformen wie beispielsweise Dreiecke, Trapeze, Scheiben mit Rundbögen an der KSD-A geschliffen werden. Und: Vertikales Schleifen sorgt für maximale Flexibilität in der modernen Flachglasbearbeitung dank der einfachen und schnellen Möglichkeit Schleifwerkzeuge automatisch zu wechseln und auf Glasdickenwechsel zu reagieren. Dies stellt einen wesentlichen Schritt hin zur Just-in-Time-Produktion von hochwertigsten Flachgläsern mit Glaskantenbearbeitung dar.Neuer Call-to-Action

Aufbau der KSD-A

Je nach Anforderung ist die KSD-A aufgrund ihrer modularen Bauweise individuell anpassbar. Das absolute Herzstück der Anlage ist ihr Bearbeitungsturm mit einer Highspeed-X-Achse für den Glastransport. Wahlweise können ein oder zwei Bearbeitungsköpfe eingesetzt werden, um die Säum- und Schleiftaktzeiten zu reduzieren und den Durchsatz zu steigern. Die Achsen sind optimal gegen Feuchtigkeit abgedichtet, was den Prozess für sehr lange Zeit stabil hält und die Wartungskosten deutlich reduziert.

beitragsbild2-allgemein-beitrag3-edge-grinding-glass-edge-processing-lisecDie KSD-A

 

Die zu bearbeitenden Glasscheiben werden von der Hochgeschwindigkeits-X-Achse mittels Saugnäpfen aufgenommen. Dabei erfolgt die Vermessung von Länge und Höhe der Glasscheibe „on the fly“. Erst durch diese integrierte Scheibenvermessung ist das Schleifen auf Maß möglich. Zudem kann so in beliebig vielen Zyklen gesäumt oder geschliffen werden, um die entsprechend gewünschten Kantenqualitäten sicherzustellen. Aufgrund der flexiblen Werkzeugkonfiguration der KSD-A ist außerdem die Bearbeitung unterschiedlicher Glasdicken ohne Werkzeugwechsel bequem möglich. Das spart eine Menge Zeit und unterm Strich können die Kosten gesenkt werden.

 

Stabile und hochwertige Kantenbearbeitung


Vor allem für Isolierglasverarbeitende Betriebe, die eine flexible und stabile Glaskantenbearbeitung suchen, bei der nicht jeder einzelne Arbeitsschritt durch manuelle Eingriffe gesteuert oder eingeleitet werden muss, ist die KSD-A von LiSEC die ideale Lösung. Sie ist universell einsetzbar und liefert stets höchste Qualität. Aufgrund der zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten ist das System für eine absolut flexible Bearbeitung von Einzelscheiben bestens geeignet und lässt sich optional in LiSEC-Produktionslinien integrieren.

Weitere Vorteile der KSD-A von LiSEC sind unter anderem der vollautomatische Ein- und Auslauf der Glasscheiben sowie die Möglichkeit, völlig ohne Glasabtrag schleifen zu können. Die Bedienung der Anlage ist dank der grafischen Oberfläche sehr einfach und intuitiv. Optional kann ein zweiter Bearbeitungskopf für noch schnellere Taktzeiten aufgebaut werden, dadurch ist es möglich in einen Arbeitsgang den Grob- und Feinschliff durchzuführen.

Die Vorteile Der KSD-A auf einen Blick:

  • hochwertige Schleifergebnisse ab Losgröße 1
  • Säumen und Schleifen in kürzesten Zykluszeiten – optional: zweiter Bearbeitungskopf für noch kürzere Taktzeiten
  • inklusive Scheibenvermessung
  • perfekte Abdichtung aller Achsen für maximale Verfügbarkeit
  • einfacher Zugang für Service- und Wartungsarbeiten

 

Die gängigsten Schleifwerkzeuge

Die Glasschleifanlage KSD-A von LiSEC setzt patentierte LiTEC-slider-Umfangsschleifscheiben aus Metall ein, welche mit Diamanten besetzt sind. Der Vorteil der neu entwickelten LiTEC-Slider-Schleifscheiben liegt darin, dass sie durch ein spezielles Wasserkissenführungsystem Vibrationen vermeiden und sich etwaigen Verwerfungen der Glasscheibe anpassen kann. Dadurch wird ein homogenes, hochwertiges Schleifergebnis sichergestellt und nebenbei für eine optimale Kühlung gesorgt.

Aufgrund der vertikalen Bauweise ist der benötigte Wasserbedarf weitaus geringer als bei horizontalen Systemen, die nach oben hin offen sind und daher auch Verdunstung und Verschleppung begünstigen.

Umfangschleifscheiben sind je nach Anforderung in verschiedenen Rauheiten verfügbar sowie für unterschiedliche Schliffausführungen wie etwa für den sogenannten Trapezschliff oder den C-Schliff optimal geeignet.

Die gängigsten Schleifwerkzeuge für die Außenbearbeitung:

1. Umfangsscheibe – KSD-A: für das Schleifen gerader und schräger Kanten sowie C-Kanten und Sonderformen
2. Diamantschleifband – KSR: für das Säumen von geraden Kanten und Außenradien

 

Fazit


Beim Schleifen handelt es sich um einen hochkomplexen Arbeitsschritt im Zuge der Glaskantenbearbeitung. In erster Linie kommt es auf eine einwandfreie Qualität der geschliffenen Glaskanten an, damit weitere Verarbeitungsschritte der Glasscheiben optimal und reibungslos funktioniert. Zudem müssen die Glasscheiben nach dem Schliff exakt in das jeweilige Maß passen oder bei Interieur-Anwendungen ein exzellentes Oberflächenerlebnis bieten. Mit der innovativen Glasschleifmaschine KSD-A von LiSEC steht Ihnen eine hochmoderne vertikale Anlage zur Verfügung, die maximale Flexibilität bietet und mit kürzesten Zykluszeiten qualitativ hochwertige Ergebnisse liefert.

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